Das Anliegen

Wir wollen uns auf lokaler Ebene in Hamburg und Umgebung mit anderen interessierten Menschen vernetzen, auf bereits bestehende Initiativen zurückgreifen und dabei helfen, diese miteinander zu verbinden.
Wir wollen uns mit anderen als den profitorientierten Formen des Wirtschaftens auseinandersetzen, sowohl im Bereich der Produktion als auch in Bezug auf unser eigenes Konsumverhalten. Dabei möchten wir bereits vorhandene Infrastrukturen nutzen, diese bekannter machen und mithilfe von verschiedenen Aktionen erweitern. Wir machen Veranstaltungen zu Themen wie Tauschen, Teilen, Reparieren. Wir treffen uns, um miteinander und voneinander Neues zu lernen und unser Verständnis für alternatives Wirtschaften zu vertiefen.
Wir wollen eine aktive Rolle in der Gesellschaft, in der wir leben, einnehmen und uns für die Dinge, die uns wichtig sind, einsetzen.
Wir wollen gerne die Möglichkeiten zur Vernetzung im Internet nutzen und unser Projekt bei möglichst vielen Interessierten bekannt machen. Doch ist uns das persönliche Gespräch, das direkte Aufeinandertreffen und das gemeinsame Austauschen und Handeln vor Ort noch wichtiger.
Wir wollen möglichst viele Menschen in unser Projekt miteinbinden und eine Plattform schaffen, wo wir miteinander diskutieren, uns gegenseitig motivieren, aber auch kritisieren dürfen.

Der Stand der Dinge.

Unsere Gesellschaft ist darauf ausgelegt unendlich viele Produkte und Güter herzustellen, zu konsumieren, zu verbrauchen und dann zu entsorgen. Das hält die Weltwirtschaft am Laufen. Dafür arbeiten Industrie, Politik, Werbung, Medien und auch wir. Gleichzeitig erschöpfen wir die vorhandenen Ressourcen: Wir verbrauchen endlose Mengen an Wasser und Energie durch grenzenlose Produktion. Wir zerstören die Umwelt durch Herstellung und weltweiten Transport von Produkten. Wir nehmen es in Kauf, dass andere Menschen für unseren Konsum versklavt und ausgebeutet werden. Und unsere Abfälle werden an anderen Orten abgeladen und vergiften die Umwelt und den Lebensraum anderer Menschen.

Das alles hat zur Folge, dass sich unser Klima verändert, dass viele Arten aussterben und Ökosysteme verloren gehen. Auch wir Menschen verändern uns durch die verschiedenen Gifte, die wir über unsere Nahrung, Kleidung und sogar Atemluft aufnehmen. Durch unseren Lebensstil schränken wir die Möglichkeiten für andere Gesellschaften und unsere nachfolgenden Generationen ein. Wir entziehen uns der Verantwortung für ein gleichberechtigtes und zukunftsfähiges Zusammenleben und vergeben deshalb unsere Chance ethisch zu handeln. Unsere Wirtschaft kann nicht unbegrenzt wachsen in einer begrenzten Welt.

Es geht auch anders.

Wir wollen leben und leben lassen.

Wir wollen auf vielfältige Art und Weise unser eigenes Konsumverhalten überdenken und unsere eigene Rolle im Wirtschaftskreislauf hinterfragen. Damit können wir zeigen, wie sehr sich vorherrschende Strömungen in Wirtschaft und Politik sowie Marktforschung und Konsumentenanalyse irren können. Wir sind eine neue Generation von Aktivist*innen. Wir sind kein Trend und keine Randgruppe, wir sind viele.

 Es entstehen überall wunderbare Ideen und Initiativen! Es werden Cafés gegründet, in denen man sich trifft, um seine kaputten Dinge zu reparieren statt sie wegzuschmeißen, es werden Tauschaktionen angeboten, in denen man tauscht statt zu kaufen, es werden Teil-Gemeinden gebildet, in denen man sich Autos, Werkzeug u.v.m. gegenseitig leiht. Es gibt Geschäfte, in denen man nur lokale Lebensmittel bekommt, die nicht um die halbe Welt gereist sind, Geschäfte, in denen man einkaufen kann ohne Verpackungen, ohne Plastik.

Wir wollen es ihnen nachmachen. Wir wollen weniger kaufen und mehr selber machen.

Wir finden, dass Arbeit heute zu stark auf Geld und die damit erwerbbaren Waren ausgerichtet ist. Wir wollen mehr Zeit für alternative Tätigkeiten. Statt uns passiv versorgen und unterhalten zu lassen, möchten wir aktiv an der Gestaltung unserer Umgebung teilnehmen. Mithilfe alternativer Wirtschaftsformen wie Teilen, Tauschen und Reparieren kommen wir auch mit weniger Geld zurecht.

Für uns besteht Wohlstand nicht aus Haben, sondern aus Sein. Das ständige Streben nach materiellem Besitzt hindert uns daran, unser Leben eigenständig zu gestalten und letztendlich glücklich zu sein.

Für uns bedeutet Verteilungsgerechtigkeit nicht nur die faire Aufteilung von Gütern, sondern die gleichen Chancen für alle Menschen nach ihrem persönlichen Glück zu streben.

So machen wir’s.

Wir sind eine kleine Gruppe engagierter Menschen in Hamburg, die mithilfe von verschiedenen lokalen Veranstaltungen Leute, Organisationen und Projekte zusammen bringen.

Wir wollen uns austauschen über Dinge, die uns beschäftigen in Bezug auf unsere Lebensweise, unseren Konsum und die Umwelt.

 Wir wollen Ideen sammeln, die praktikabel sind, diese planen und in die Tat umsetzen!